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Im lange vergangenen römischen Imperium existierte ein weit differenzierterer Begriff von Eigentum und Reichtum. Man kannte Res nullius (Kein Eigentümer); Res privatae (Eigentum einzelner/Familien); Res publicae (Eigentümer ist der Staat). Was jedoch weitestgehend in Vergessenheit geraten ist, sind die Res communes: Gemeingüter, die allen Menschen zur freien Nutzung zur Verfügung stehen. Luft, Erde, Wasser, Sonne und Kultur. Wir leben in einer Zeit, in der all diese Dinge privatisiert sind oder auf dem Sprung dahin: CO2 Steuer, Landbesitz, Regensteuer, Trinkwasser aus Flaschen, das nichts anderes als res commune und res publicae (Das Leitungswasser ist) Solarkraftwerke die Energie erzeugen, aber nur für jene, die es sich leisten können. Patentrechte, die noch über dem natürlichen Urheberrecht stehen, Kultur die nur denen verfügbar ist, die sie zahlen können. Daraus resultiert ein natürliches Ungleichgewicht der Menschen. Natürlich nicht, weil Gott gegeben, natürlich weil - unausweichliche Konsequenz einer unmenschlichen Entwicklung. Nur wenigen ist bewusst, dass das lateinische privare von berauben kommt. Beraubt werden immer alle Menschen an ihren res commune oder an den res publicae. Wir leben in einer Zeit, in der 3/4 des Reichtums in den Händen von 10% der Bürger liegen. Nicht der Reichtum des Landes sondern der Reichtum aller Menschen.